quirion Altersvorsorgedepot: Status & Ausblick
quirion hat im September 2026 als bislang einziger Anbieter offengelegt, welche Fonds im Standarddepot tatsächlich landen – nicht welcher Index, sondern welches Produkt. Das ist mehr als eine Preisangabe – es ist die Information, die man braucht, um ein Angebot zu beurteilen.
Was quirion angekündigt hat
Der digitale Vermögensverwalter, eine Tochter der Quirin Privatbank, hat eine Partnerschaft mit Vanguard geschlossen. Das gesetzliche Standarddepot wird mit zwei Vanguard-ETFs umgesetzt:
| Baustein | Fonds | Laufende Kosten |
|---|---|---|
| Chancenorientiert | Vanguard FTSE Global All-Cap | 0,07 % pro Jahr |
| Risikoärmer | Vanguard Global Aggregate Bond EUR Hedged (währungsgesichert) | 0,08 % pro Jahr |
Dazu kündigt quirion an, zum Start keine eigenen Gebühren zu erheben – weder Abschlusskosten noch Provisionen. Ergänzt wird das Angebot um persönliche Kundenbetreuung und die hauseigene Finanz-KI.
Belegt durch die Pressemitteilung der quirion AG vom 3. September 2026, verbreitet über den ots-Presseverteiler.
Warum die Fondsnamen wichtiger sind als die Preisangabe
Das Gesetz schreibt für das Standarddepot zwei Fonds vor: einen chancenorientierten und einen risikoärmeren. Welche das sind, entscheidet der Anbieter – und genau dort verstecken sich die Kosten, die den Ertrag über Jahrzehnte auffressen.
Bei Scalable stehen bislang nur Obergrenzen im Raum, bei der Deka eine Effektivkostenquote ohne Fondsnamen. Smartbroker+ ist inzwischen einen Schritt weiter und nennt drei Indizes – MSCI World, MSCI ACWI, FTSE All-World. Das ist aber etwas anderes: Auf ein und denselben Index gibt es ETFs, deren laufende Kosten um ein Vielfaches auseinanderliegen.
quirion nennt das Produkt. Damit lässt sich die Kostenseite unabhängig überprüfen, weil die Kostenquoten einzelner Fonds öffentlich sind. Bei allen anderen muss man der Zusage glauben.
Zur Einordnung der Zahlen: 0,07 und 0,08 % sind auch im ETF-Vergleich sehr niedrig. Der gesetzliche Effektivkostendeckel des Standarddepots liegt bei 1,0 % und umfasst alle Kosten. Wenn quirion tatsächlich keine eigenen Gebühren erhebt, läge das Angebot weit darunter. Verbindlich ist das erst mit dem Preisverzeichnis – „zum Start kostenfrei" lässt zudem offen, was danach gilt.
Was für ein förderfähiges Angebot nötig ist
Förderfähig ist nur ein vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zertifizierter Vertrag. Die angekündigten Konditionen werden erst damit und mit dem Preisverzeichnis verbindlich.
Woran wir quirion messen werden
Sobald ein Preisverzeichnis vorliegt, bewerten wir nach unserer offengelegten Matrix: Kosten (40 %), Anlageuniversum (20 %), Förder-Handling (15 %), Auszahlphase (15 %), Service & App (10 %).
Drei Fragen stehen hier im Vordergrund: Wie hoch ist die Effektivkostenquote inklusive einer möglichen Verwaltungsgebühr? Gilt „kostenfrei" dauerhaft oder nur zum Start? Und gibt es neben dem Standarddepot ein freies Depot mit eigener Fondsauswahl?
Häufige Fragen
Welche Fonds stecken im quirion-Standarddepot?
Was kostet das Depot bei quirion?
Ist das günstiger als bei Scalable, Smartbroker+ oder der Deka?
Was ist ein währungsgesicherter Anleihe-ETF?
Kann ich bei quirion auch selbst ETFs auswählen?
Wann gibt es hier eine Testnote?
Stand: September 2026. Diese Seite ist eine redaktionelle Status-Beobachtung; es besteht keine Geschäftsbeziehung zu quirion, sofern nicht ausdrücklich gekennzeichnet. Alle Angaben ohne Gewähr.